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F09 / MUSTEREDITION / 08.09.2026

Was zwischen Zeilen bleibt

Eine Denkpartitur in drei Bewegungen

Ein Blatt rückt zur Seite. Ein Satz beginnt ein zweites Mal. Eine Richtung bleibt offen. Drei kurze Partituren laden dazu ein, diese Veränderungen zu lesen, sich vorzustellen oder auf einer Seite anzuordnen. Jeder Wortlaut erscheint zweimal. Schrift, Abstand und Position geben ihm jeweils eine andere Gestalt.

S01 / FASSUNG A

Blattverschiebung

Verschiebe ein Blattund stelle dir die veränderte freie Stellezwischen den Seiten vor.

Die Ausgangsstelle beschreibt zwei Blätter und eine freie Stelle. Die Bearbeitung verdichtet diese Beobachtung zu einer Einladung: Ein Blatt wird verschoben, die veränderte Lücke vorgestellt. Die erste Fassung verändert den Einzug einer Zeile. Die zweite macht den Abstand zwischen zwei Zeilen zum auffälligsten Teil der Seite.

S01 / FASSUNG B

Blattverschiebung

Verschiebe ein Blatt und stelle dirdie veränderte freie Stelle zwischen den Seiten vor.

Zwischen zwei beschrifteten Blättern liegt eine freie Stelle. Beim Lesen fällt sie zunächst nicht auf. Verschiebt man eines der Blätter, verändert sich auch, was zwischen ihnen Platz hat.

S02 / FASSUNG A

Zweite Zeile

Schreibe den Satz zweimalund beginne die zweite Zeile weiter rechts.

Die Ausgangsstelle verbindet gleiche Wörter mit einem veränderten Zeilenanfang. Die Partitur übernimmt daraus zwei Handlungen: wiederholen und versetzen. In der ersten Fassung tritt der Einzug hervor. In der zweiten wird die Fortsetzung durch Stellung und Kursivschrift hervorgehoben. Beide Seiten geben denselben Wortlaut wieder.

S02 / FASSUNG B

Zweite Zeile

Schreibe den Satz zweimal und beginnedie zweite Zeile weiter rechts.

Ein Satz wird zweimal abgeschrieben. Die Wörter bleiben gleich, doch die zweite Zeile beginnt weiter rechts. Das Auge findet nun einen anderen Weg zwischen Anfang und Ende.

S03 / FASSUNG A

Drei Richtungen

Notiere drei mögliche Richtungenauf einer Seiteund lasse eine davon unmarkiert.

Die Ausgangsstelle hält eine unmarkierte Möglichkeit neben einer ausgewählten Richtung fest. Die Partitur macht daraus eine kleine Anordnung auf Papier. In der ersten Fassung unterscheiden Randstriche die Zeilen. In der zweiten trennt eine gestufte Stellung die letzte Zeile von den vorangehenden. Der offene Platz gehört jeweils zur Gestaltung.

S03 / FASSUNG B

Drei Richtungen

Notiere drei mögliche Richtungenauf einer Seite und lasseeine davon unmarkiert.

Auf einer Seite werden drei mögliche Richtungen notiert. Eine bleibt unmarkiert. Die Seite bewahrt auch diese Möglichkeit, nachdem eine andere ausgewählt wurde.

Drei Ausgangsstellen

S01 / Blattverschiebung

Zwischen zwei beschrifteten Blättern liegt eine freie Stelle. Beim Lesen fällt sie zunächst nicht auf. Verschiebt man eines der Blätter, verändert sich auch, was zwischen ihnen Platz hat.

S02 / Zweite Zeile

Ein Satz wird zweimal abgeschrieben. Die Wörter bleiben gleich, doch die zweite Zeile beginnt weiter rechts. Das Auge findet nun einen anderen Weg zwischen Anfang und Ende.

S03 / Drei Richtungen

Auf einer Seite werden drei mögliche Richtungen notiert. Eine bleibt unmarkiert. Die Seite bewahrt auch diese Möglichkeit, nachdem eine andere ausgewählt wurde.

Die drei Ausgangstexte und ihre Bearbeitungen entstanden am 8. September 2026 eigens für diese Musteredition, mit KI-Vorarbeit und anschließender Redaktion und Gestaltung durch Codex. Sie sind konstruierte Arbeitsbeispiele, keine Kundenbeiträge oder historischen Werkbelege. Für einen tatsächlichen Auftrag würden die hier verwendeten Ausgangstexte durch ausdrücklich zur Bearbeitung freigegebene Textstellen ersetzt.

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