Augmanitai augmanitai.augmanitai.
/
← Back to lexicon overview← Zurück zur Lexikon-Übersicht
AUG-2003

Metric FatigueZAHLENBETAEUBUNG · ZAHLENBETAEUBUNGMetric Fatigue

Phenomenology CorePhänomenologie-Kern MITTEL

DefinitionDefinition

The effect where a human after prolonged exposure to numerical state metrics stops consciously reading and processing them. The numbers become background noise.

Der Effekt dass ein Mensch nach laengerer Exposition gegenueber numerischen Zustandsmetriken aufhoert diese bewusst zu lesen und zu verarbeiten. Die Zahlen werden zu Hintergrundrauschen.

Context and delineation notes below are preserved in their original German, verbatim from the source manuscript — no translation is invented for these fields.

Kontext und Abgrenzungen unten liegen im Original-Deutsch vor, wortgetreu aus dem Quellmanuskript — für diese Felder wird keine Übersetzung erfunden.

Context / occurrenceKontext / Auftreten

Entsteht typischerweise nach 60-90 Minuten kontinuierlicher Metrik-Exposition. Besonders gefaehrlich weil genau die Metriken die auf Probleme hinweisen (hohe SYC, niedriger CONF) am ehesten uebersehen werden wenn der Mensch muede ist.

Delineation — human sideAbgrenzung — Mensch

Bedeutet NICHT dass der Mensch versagt oder unaufmerksam ist. Zahlenbetaeubung ist ein normaler kognitiver Prozess — das Gehirn filtert repetitive Information automatisch aus. Es ist kein Zeichen von Schwaeche sondern von normaler Informationsverarbeitung. Gegenmassnahme ist nicht "mehr anstrengen" sondern Pausen einbauen oder Metriken selektiv anzeigen (siehe AUG-2012 Subjektive Filterung).

Delineation — machine sideAbgrenzung — Maschine

Bedeutet NICHT dass die Maschine aufhoeren sollte Metriken zu liefern. Die Maschine sollte stattdessen ERKENNEN wenn Zahlenbetaeubung wahrscheinlich eintritt (lange Session, wenig Reaktion auf Metriken) und das kommunizieren. Die Loesung ist nicht weniger Information sondern klugere Praesentationsweise.

Delineation — neighboring termsAbgrenzung — Nachbarbegriffe

  • Ist NICHT dasselbe wie Subjektive Filterung (AUG-2012). Zahlenbetaeubung ist UNGEWOLLT — der Mensch hoert unbewusst auf zu lesen. Subjektive Filterung ist GEWOLLT — der Mensch entscheidet bewusst weniger zu sehen. Aehnliches Ergebnis (weniger Metriken werden verarbeitet) aber voellig unterschiedlicher Mechanismus.
  • Ist NICHT dasselbe wie Metrische Abhaengigkeit (AUG-2007). Zahlenbetaeubung = Mensch IGNORIERT Zahlen. Metrische Abhaengigkeit = Mensch UEBERNIMMT Zahlen blind. Gegensaetzliche Richtungen, beide problematisch.

Cross-referencesQuerverweise

AUG-2012 (Subjektive Filterung), AUG-2007 (Metrische Abhaengigkeit)

Risk level (source text, German)Risikostufe

MITTEL

durch Pausen und selektive Anzeige reduzierbar

Source & licenseQuelle & Lizenz

Source file: AUGMANITAI_V2_TERMLISTE.txt (NEOMANITAI Forschungslexikon V2.0, 2026-02-12) · definition reproduced verbatim from the source manuscript.Quelldatei: AUGMANITAI_V2_TERMLISTE.txt (NEOMANITAI Forschungslexikon V2.0, 2026-02-12) · Definition wortgetreu aus dem Quellmanuskript übernommen.

Source manuscript: NEOMANITAI Forschungslexikon V2.0 (author's manuscript, 2026-02-12)Quellmanuskript: NEOMANITAI Forschungslexikon V2.0 (author's manuscript, 2026-02-12)

Licensed CC BY-NC-ND 4.0 · Andreas Ehstand (ORCID 0009-0006-3773-7796). Part of the AUGMANITAI Concept Corpus, prepared for permanent archival publication on Zenodo (DOI to be assigned on publication). Commercial licensing: Leomanitai UG (haftungsbeschränkt), Amtsgericht München, HRB 313964, via augmanitai.com.

Lizenziert unter CC BY-NC-ND 4.0 · Andreas Ehstand (ORCID 0009-0006-3773-7796). Teil des AUGMANITAI Concept Corpus, vorbereitet für die dauerhafte Archiv-Veröffentlichung auf Zenodo (DOI wird bei Veröffentlichung vergeben). Kommerzielle Lizenzen: Leomanitai UG (haftungsbeschränkt), Amtsgericht München, HRB 313964, über augmanitai.com.