# Text und Bearbeitungsnachweis

Was zwischen Zeilen bleibt

Die drei Ausgangstexte und ihre Bearbeitungen entstanden am 8. September 2026 eigens für diese Musteredition, mit KI-Vorarbeit und anschließender Redaktion und Gestaltung durch Codex. Sie sind konstruierte Arbeitsbeispiele, keine Kundenbeiträge oder historischen Werkbelege. Für einen tatsächlichen Auftrag würden die hier verwendeten Ausgangstexte durch ausdrücklich zur Bearbeitung freigegebene Textstellen ersetzt.

Fassung: F09-DEMO-2026-09-08.1. Alle drei Ausgangsstellen sind neue Demotexte dieser Ausgabe; keine Übernahme privater Werkstattnotizen. Die öffentliche Doppelseitenprobe vom 7. September wurde nicht als Ausgangstext kopiert.

## S01 - Blattverschiebung

Ausgangstext dieser Ausgabe:

Zwischen zwei beschrifteten Blättern liegt eine freie Stelle. Beim Lesen fällt sie zunächst nicht auf. Verschiebt man eines der Blätter, verändert sich auch, was zwischen ihnen Platz hat.

Neue Bearbeitung (14 Wörter):

Verschiebe ein Blatt und stelle dir die veränderte freie Stelle zwischen den Seiten vor.

Die Ausgangsstelle beschreibt zwei Blätter und eine freie Stelle. Die Bearbeitung verdichtet diese Beobachtung zu einer Einladung: Ein Blatt wird verschoben, die veränderte Lücke vorgestellt. Die erste Fassung verändert den Einzug einer Zeile. Die zweite macht den Abstand zwischen zwei Zeilen zum auffälligsten Teil der Seite.

Fassung A: Drei Zeilen stehen im oberen Mittelfeld. Die mittlere Zeile ist leicht eingerückt. Ihre Verschiebung lässt den freien linken Rand sichtbar werden.

Fassung B: Zwei Zeilen sind rechts ausgerichtet und durch einen großen vertikalen Abstand getrennt. Der Zwischenraum bleibt frei.

## S02 - Zweite Zeile

Ausgangstext dieser Ausgabe:

Ein Satz wird zweimal abgeschrieben. Die Wörter bleiben gleich, doch die zweite Zeile beginnt weiter rechts. Das Auge findet nun einen anderen Weg zwischen Anfang und Ende.

Neue Bearbeitung (11 Wörter):

Schreibe den Satz zweimal und beginne die zweite Zeile weiter rechts.

Die Ausgangsstelle verbindet gleiche Wörter mit einem veränderten Zeilenanfang. Die Partitur übernimmt daraus zwei Handlungen: wiederholen und versetzen. In der ersten Fassung tritt der Einzug hervor. In der zweiten wird die Fortsetzung durch Stellung und Kursivschrift hervorgehoben. Beide Seiten geben denselben Wortlaut wieder.

Fassung A: Zwei links ausgerichtete Zeilen stehen untereinander. Die zweite beginnt deutlich weiter rechts. Eine kurze Linie unter der ersten Zeile zeigt deren Anfang.

Fassung B: Zwei Zeilen stehen in der Mitte der Seite. Beide sind kursiv gesetzt. Der Wortlaut bleibt gegenüber der gegenüberliegenden Fassung gleich.

## S03 - Drei Richtungen

Ausgangstext dieser Ausgabe:

Auf einer Seite werden drei mögliche Richtungen notiert. Eine bleibt unmarkiert. Die Seite bewahrt auch diese Möglichkeit, nachdem eine andere ausgewählt wurde.

Neue Bearbeitung (12 Wörter):

Notiere drei mögliche Richtungen auf einer Seite und lasse eine davon unmarkiert.

Die Ausgangsstelle hält eine unmarkierte Möglichkeit neben einer ausgewählten Richtung fest. Die Partitur macht daraus eine kleine Anordnung auf Papier. In der ersten Fassung unterscheiden Randstriche die Zeilen. In der zweiten trennt eine gestufte Stellung die letzte Zeile von den vorangehenden. Der offene Platz gehört jeweils zur Gestaltung.

Fassung A: Drei Zeilen bilden eine senkrechte Folge. Nur die ersten beiden tragen links einen kurzen Strich. Die dritte beginnt ohne Randmarkierung.

Fassung B: Drei Zeilen steigen als Treppe nach rechts ab. Die letzte Zeile steht tiefer und bleibt von einem zusätzlichen Strich frei.
